Ausstellung
Das Pontifikat von Johannes Paul II., das zu den längsten in der Kirchengeschichte gehört, zeichneten zahlreiche apostolische Reisen. Ihr Ziel war „die Brüder im Glauben zu stärken“ und Brücken der Verständigung zwischen Menschen verschiedener Konfessionen, Religionen, Weltanschauungen und Kulturen zu bauen.
Johannes Paul II. besuchte Deutschland drei Mal: 1980, 1987 und 1996. Am 15. November 2010 jährt sich der 30. Jahrestag seiner ersten apostolischen Reise. Aus diesem Anlass unternahm Delegatur der Deutschen Bischofskonferenz für die polnischsprachige Seelsorge in Deutschland ein Projekt, zu dem vor allem eine Wanderausstellung „Pontifex – Brückenbauer – Budowniczy pomostów” gehört. Diese Ausstellung fasst alle drei Pilgerreisen des Papstes nach Deutschland zusammen. Auf den Ausstellungswänden befinden sich kurze Zitate der Predigten und Ansprachen von Johannes Paul II., auf Deutsch und Polnisch, die durch Fotos des L’Osservatore Romano sowie deutscher Quellen vervollständigt werden. Mit dieser Ausstellung wollen die Initiatoren auf die Aktualität der päpstlichen Botschaft aufmerksam machen und durch die Äußerungen des Papstes zum Thema: christliche Wurzeln Europas und Deutschlands, Ökumenismus, interreligiöser Dialog, Wert des Lebens, Bedeutung der Ehe und der Familie, Engagement der Laien im kirchlichen sowie gesellschaftlichen Leben etc., zum Nachdenken einladen.
Buch
Im Zusammenhang mit der Ausstellung ist ein Begleitbuch mit dem gleichen Titel: „Pontifex – Brückenbauer – Budowniczy pomostów” erschienen. Der Herausgeber des Buches ist der Organisator der Ausstellung, nämlich die Delegatur der Deutschen Bischofskonferenz für die polnischsprachige Seelsorge in Deutschland.
Der Inhalt des Buches besteht hauptsächlich aus den ausführlichen Auszügen der Predigten und Ansprachen, die Johannes Paul II. während seiner drei Reisen nach Deutschland 1980, 1987 und 1996 gehalten hat. Außerdem wurden manche Persönlichkeiten darum gebeten, einen Beitrag zu diesem Buch zu schreiben.
In seinem Grußwort betont Kardinal Karl Lehmann den universalen und buchstäblich „pontifikalen“ Charakter des Wirkens von Johannes Paul II. sowie seinen Beitrag zur Verständigung zwischen der deutschen und der polnischen Nation. Auf die politische Bedeutung des Pontifikats des Papstes aus Polen weist der Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl hin. Dabei unterstreicht er den entscheidenden Anteil Johannes Pauls II. an der Überwindung der kommunistischen Regime in Europa, wie auch am Prozess der Einigung unseres Kontinents und der Wiedervereinigung Deutschlands. In beiden Beiträgen fehlt es auch nicht an sehr persönlichen und emotionalen Erinnerungen an die Begegnungen mit dem Papst.
Die Botschaft des Papstes hatte vor allen Dingen einen religiösen und innerkirchlichen Charakter; sie wollte eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen und Probleme geben und eine Richtung zeigen, in der nach der Lösung dieser Probleme zu suchen sei. In seinem Aufsatz „Stärkung im Glauben, Ermunterung zu Engagement, Ermutigung für die Zukunft.
- Die Pastoralreisen Papst Johannes Pauls II. in die Bundesrepublik Deutschland 1980, 1987 und 1996“ zeichnet Dr. Karl-Joseph Hummel die gesellschaftlich-politisch-religiöse Wirklichkeit und die Stimmung während der Papstbesuche in Deutschland. Außerdem beschreibt er die Schwerpunkte der Visiten und unternimmt eine eigene Einschätzung dieser Ereignisse.
Erzbischof Szczepan Wesoły aus Rom, der Johannes Paul II. während seiner drei Reisen nach Deutschland begleitet hat, erinnert sich an die einzige offizielle Begegnung des Papstes mit seinen in Deutschland lebenden Landsleuten in Mainz und überlegt, welche Bedeutung dieses Treffen für die Polen im Ausland damals hatte.
Alle Texte des Buches sind zweisprachig, auf Deutsch und Polnisch. Fotos der drei Papstreisen illustrieren das Buch.
Film
Zum Projekt gehört auch als drittes Element die Ausstrahlung des Films „Das Zeugnis”. Der Film basiert auf den Motiven des 2007 erschienenen, gleichnamigen Buches. Es enthalt Aufzeichnungen der Gespräche des italienischen Journalisten Gian Franco Svidercoschi mit Kardinal Stanisław Dziwisz, dem langjährigen Sekretär des Kardinals Karol Wojtyła und Papstes Johannes Paul II. Die Filmaufnahmen erfolgten sowohl im Vatikan, als auch in Polen, Italien, Deutschland und Portugal. Man kann sich den Film wahrend der Ausstellung anschauen und anschließend auch käuflich auf DVD erwerben.



