Polska Misja Katolicka

      Das Archiv der Polnischen Katholischen Mission in Deutschland ist mit dem Leben der während des Zweiten Weltkriegs aus Polen vertriebenen Menschen, der s.g. DP’s (displaced persons) verbunden, die nach dem Krieg in Deutschland geblieben sind. In den Jahren 1945-1950 sank die Anzahl der hier lebenden Polen, da einige in die Heimat zurückkehrten und andere emigrierten. Dies führte allmählich zur Liquidation der Lager. Polnische Geistliche, die die Menschen in diesen Lagern seelsorgerisch betreuten, übergaben Dokumente über religiöse und kirchliche Amtshandlungen an das Ordinariat der polnischen Seelsorge, das jetzt die Delegatur der DBK für die polnischsprachige Seelsorge in Deutschland heißt.

Das derzeit in Hannover befindliche Archiv enthält kirchliche Dokumente zu Taufen, Trauungen, Todesfällen, Konversionen, Erstkommunionen und Firmungen seit 1945 aus den amerikanischen, englischen und französischen Besatzungszonen Deutschlands, sowie aus Salzburg und dem Elsass, wobei Dokumente aus der russischen Besatzungszone fehlen.

Dank der finanziellen Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz und des Entgegenkommens der Agentur für Arbeit der Stadt Hannover, wurden in den Jahren 2006-2013 grundlegende Konservierungsarbeiten unter der fachlichen Betreuung von Dr. Thomas Scharf-Wrede vom Bistumsarchiv Hildesheim durchgeführt.

Seit dem 01. September2013 ist auf der Internetseite der Delegatur der DBK für die polnischsprachige Seelsorge in Deutschland eine Namensliste der Personen polnischer Abstammung zugänglich, die während des Zweiten Weltkrieges ermordet wurden bzw. durch die Auswirkungen des Krieges in der Nachkriegszeit (1945-49) ums Leben kamen und auf dem Gebiet Deutschlands beerdigt wurden. Informationen darüber - sowie zu den nicht mehr existierenden Grabstätten - befinden sich im Archiv der Delegatur. Gewiss bezieht sich diese Auflistung nicht auf alle Personenschäden, kann jedoch zur Erläuterung und Vervollständigung einiger Angaben dienen. Denn weiterhin suchen viele Familien nach ihren Angehörigen, die seit den Wirren des Zweiten Weltkrieges verschollen sind.

Die Haupt Informations- und Datenquelle ist nach wie vor der Internationale Suchdienst, Grosse Allee 5-9, 34444 Bad Arolsen.

Das Archiv der Delegatur ist zugänglich nach Maßgabe der „Anordnung über den kirchlichen Datenschutz“ und der „Anordnung über die Sicherung und Nutzung der Archive der katholischen Kirche in Deutschland“.

Eine persönliche Einsichtnahme in die Unterlagen ist nicht möglich, die Nutzung erfolgt ausschließlich auf dem Weg der Auskunftserteilung nach schriftlichem Antrag.

Suchkriterium

Das Formular A dient zur Feststellung, ob die gesuchte Person in den Listen unseres Archivs enthalten ist. Bei einem positiven Befund besteht die Möglichkeit weitere Informationen zu erhalten. Hierfür benötigen wir die Angaben im Formular B. Diese detaillierte Recherche ist gebührenpflichtig. Weitere Informationen diesbezüglich finden Sie im entsprechenden Formular.